Audiowalk
Rheinhausen ist überall

Auf den Spuren des Stahlarbeiterkampfes

Der Walk macht am meisten Spaß bei Licht und trockenem Wetter! Am besten geht man allein oder zu zweit. Ist man zu mehreren, sollte man bei Beginn möglichst gleichzeitig auf Play drücken.

Der Hör-Spaziergang ist an einem Stück konzipiert; man kann aber jederzeit auf Stop drücken und ihn so unterbrechen, wenn man sich ausruhen möchte. Allerdings gibt es nur wenig Sitzgelegenheiten in Rheinhausens Straßen... Der Audio-Walk ist bei durchschnittlichem Tempo in ca. eineinhalb Stunden zu absolvieren.

 

Route (Dauer: max. ca. 1 Stunde, 30 Minuten)             
Start: Krupp-Platz mit Denkmal - Parkmöglichkeiten finden sich gegenüber oder der näheren Umgebung. - Dann geht es durch die Margaretensiedlung zum ehemaligen Gasthaus „Zum Reichsadler“. - Und weiter zur Menage. - Vorbei an der „Praxis Am Tor 1“ - zum

Tor 1. - Über die Ursula-Straße und Hochfelder Straße zum Rhein-Ufer. Von dort sieht man die Brücke der Solidarität (aus der Ferne von unter der Eisenbahnbrücke). - Über den Waldweg geht es zurück zur Margaretenstraße.  

Man wird sicher geleitet: Die Wegbeschreibungen sind Teil des Audio-Textes!

Download
Die Datei für den Audio-Walk kann aufs Smartphone oder ein anderes Endgerät heruntergeladen werden.

Über einen freiwilligen "Unkosten-Beitrag" von 5,00 € auf das folgende Konto würden wir uns sehr freuen! KOMMA-Theater GbR

IBAN: DE 13 3505 0000 0250 0076 22, Verwendungszweck: Audiowalk. Ausgestattet mit Kopfhörern und Audio-Gerät kann der Walk jederzeit individuell datiert und durchgeführt werden. Startpunkt ist der Krupp-Platz in Duisburg-Rheinhausen.

Bildschirmfoto 2021-07-28 um 17.06_edited.jpg
Rheinhausen_Karte_Flyer.png

Hintergrund

Das KOM’MA-Theater hat als Duisburger Kinder- und Jugendtheater seinen Sitz in Rheinhausen und hat sich bereits vor 20 Jahren mit dem legendären Rheinhauser Arbeitskampf zur Erhaltung des Stahlstandortes intensiv beschäftigt und damals vor diesem Hintergrund das Stück „Die Versunkene Stadt“ produziert.

Nun hat das Theater das Thema in einem neuen Format bearbeitet. Ein Audio-Walk ist eine Mischung aus einem Hörspiel und einer Stadtführung, wobei der Hör-Stoff mit der jeweiligen Umgebung korrespondiert: ein Hör-Spaziergang durch die Geschichte des Stadtteils.

            
Die Wegbeschreibungen sind ebenso Teil des Klangteppichs wie Originalaufnahmen aus der Zeit, Informationen zur Firmengeschichte von Krupp, historische Einordnungen, Interviews, Musik- und Atmo-Klänge. Durch das gleichzeitige Erleben von Klangkulisse und leibhaftiger Umgebung gerät der Spaziergang durch das Viertel zu einem intensiven Erlebnis und ist ganz nebenbei lebendiger Geschichts-Unterricht.

Ausgehend von dem größten Arbeitskampf der Nachkriegsgeschichte, der sich 1987/88 in Rheinhausen abgespielt hat, bieten wir einen Audio-Walk entlang der Orte des Geschehens an. Der Hörspaziergang bedient sich eines breit gefächerten Recherchematerial s:  Er umfasst neben den Erläuterungen zur Geschichte des Krupp-Stadtteils eine Chronologie der Ereignisse vom Bekanntwerden der Werksschließung bis zum Ende des Arbeitskampfes und veranschaulicht das Geschehen durch Ausschnitte aus historischen Radio-Dokumentationen, Rede-, Geräusch- und Musikeinspielungen. Durch neue Interviews mit Akteur*innen des Stahlarbeiterkampfes werden die Ereignisse aus heutiger Sicht kommentiert.

Wir wollen mit diesem Projekt ein wichtiges Stück Heimatgeschichte sinnlich erfahrbar machen und den heutigen Blick auf die Ergebnisse des Strukturwandels anregen. Wichtig finden wir auch, das damalige Tages-Thema „Gefährdung von Arbeitsplätzen“ zur heutigen Realität in Beziehung zu setzen. Der 160 Tage andauernde Rheinhauser Arbeitskampf geriet zu einem der ersten großen Medien-Spektakel seiner Zeit. Das Studium der vielfältigen kreativen Formen des Widerstandes gegen Willkür in Politik und Wirtschaft, die damals die Republik in Atem gehalten haben, ist aber nicht nur spannend und unterhaltsam. Es leistet auch einen wichtigen Beitrag zu der Frage: Wie halten wir es heute mit der Solidarität? Der Kampf der Stahlarbeiter in Rheinhausen, von Frauen-Initiative, Schüler- und Azubi-Demos flankiert, hat eine beispiellose Welle von Anteilnahme und tatkräftiger Unterstützung weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus mobilisiert; lebendiges Zeugnis davon ist die bis heute gültige Beschilderung der Rheinbrücke als „Brücke der Solidarität“.

 

Wir haben diesen Audio-Walk produziert für Rheinhauser  Bürger und Bürgerinnen , Tourist*innen mit Interesse für Ruhrgebiets-Geschichte , Azubis und Studierende, Schüler*innen aller weiterführenden Schulformen ab Jahrgangsstufe 10 - kurz: für alle Menschen, die auf der Suche nach einem besonderen Kultur-Event und gleichzeitig Corona-gerechten Zeitvertreib sind, und die einzeln, zu zweit oder in kleinen Gruppen einen unterhaltsamen und lehrreichen Spaziergang machen möchten.

 

Konzept, Text, Stimmen, Sound und Schnitt: Leon Frisch und Julia Pöppich, Mastering: Max Kotzmann

Wir danken Ingrid Lenders, Theo Steegmann und Bahar Tekin für ihre engagierte Mitarbeit!